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Mango-Charlotte

8:00 Uhr, 28. Dezember 2016

Wir verabschieden das Jahr mit einem lauten Knall und zünden eine Dessertbombe.

Schon bald kommt wieder der Januar, jene Zeit also, in der das schlechte Gewissen an uns nagt und wir uns zu möglichst kalorienarmem Essen durchringen.

Glücklicherweise ist es aber noch nicht ganz so weit. Zuerst kommt ja noch der Silvester! Und für das Jahresende haben wir uns eine fette Süssspeise einfallen lassen, eine Dessertbombe sondergleichen.

Die Charlotte ist ein Klassiker, der etwas in Vergessenheit geraten ist. Schade eigentlich, denn das Dessert aus Biskuit und Creme ist Hingucker und Festschmaus zugleich. Zumal wir die Biskuitschnecken und die Quarkcreme mit Mangopüree veredelt haben.

Also, haut noch mal richtig rein, man weiss ja nie, was das neue Jahr so alles mit sich bringt.

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Nuss-Rhomben mit Kaffeefüllung

8:00 Uhr, 14. Dezember 2016

Alle Jahre wieder: die Weihnachtsbäckerei! Heuer gibts süsse kleine Sandwiches.

Die Zeit ist reif, in der Weihnachtsbackstube den Ofen anzuwerfen. Wer auf der Suche nach neuen Guetzli-Rezepten ist und gerne Kaffee trinkt, dem könnte dieses Gebäck ganz gut gefallen.

Wir haben einen Teig mit gemahlenen Haselnüssen und Kardamom hergestellt, der nach dem Backen eine mürbe und leicht knusprige Konsistenz hat.

Die Füllung mit der argentinischen Milchkonfi Dulce de leche und Espresso sowie das Bestäuben mit Kakaopulver macht aus den Guetsli eine Art internationalen Cappuccino zum Essen – Kaffee und Kardamom sind eine beliebte Kombination in Nordafrika.

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Erdnuss-Zimt-Nougat

8:00 Uhr, 06. Dezember 2016

Heute kommt der Samichlaus und wir könnten wetten, er bringt unter anderem Erdnüsse mit. Bloss, was fängt man mit ihnen an?

Natürlich kann man Erdnüsse einfach so essen, und wir wollen dem Samichlaus auch keinesfalls zu nahe treten, aber ein bisschen langweilig ist das schon, oder?

Also haben wir in der Blogküche den Samichlaussack geleert und uns überlegt, wie die Erdnüsse süss veredelt werden können.

Hmmm – natürlich mit Nougat!

Die Erdnüsse werden geschält und geröstet und unter eine Masse aus caramelisiertem Zucker, geschlagenem Eiweiss, Zimt, Akazienhonig und etwas Orangenblütenwasser gemischt.

Ausgekühlt und in Rechtecke geschnitten, ergibt das weisse, weiche Nougatstücke mit orientalischer Note.

Wir sind sicher, auch der Samichlaus fände daran seinen Gefallen.

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Apple Pie mit Zimt und Vanille

8:00 Uhr, 24. November 2016

American Pie: Ein Thanksgiving-Dessert, das spielend zum Seelenfutter taugt.

Zum Apfelkuchen pflegen die Amerikaner eine innige Beziehung. Im vergangenen Jahrhundert wurde er zu einem Symbol ihres Nationalstolzes. «For Mom and apple pie» war eine oft gehörte Antwort amerikanischer Soldaten, als sie gefragt wurden, warum sie in den 2. Weltkrieg zögen. Und die Redewendung «as American as apple pie» bezeichnet schlichtweg etwas typisch Amerikanisches.

Kein Wunder also, dass der gedeckte Kuchen als klassisches Dessert zum Thanksgiving-Fest serviert wird. Wir haben auch einen gebacken.

Besonders daran ist, dass die Äpfel zwischen den Teigdeckeln im eigenen Dampf gegart werden, was die süss-saure Füllung mit Vanille und Zimt sehr saftig macht.

Am besten isst man den Apple Pie lauwarm mit einer Kugel Vanilleglace oder geschlagenem Rahm – bestes Seelenfutter aus Übersee!

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Quitten-Sorbet am Stiel

8:00 Uhr, 17. November 2016

Süss und prickelnd: Quittenglace mit Prosecco am Zimtstiel.

Auch wenn es draussen dieser Tage nicht gerade warm ist: Glace geht immer! Und wenn wir schon dabei sind, verwenden wir dafür eine Frucht, die dem kalten Wetter trotzt: die Quitte. Wir haben damit ein süsses Sorbet zubereitet, bei dem Prosecco für eine prickelnde Säure sorgt.

Dabei haben wir zweimal in die Trickkiste gegriffen. Als Form haben wir hundskommune, leere Puddingbecher eingesetzt, welche dem Glace das Aussehen eines dicken Schleckstängels geben. Und wir haben anstelle von Holz oder Plastik Zimtstangen als Stiele verwendet. Das passt farblich und verleiht dem Quitten-Sorbet vor allem ein zusätzliches Aroma.

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Weisse Schokoladen-Cookies

8:00 Uhr, 10. November 2016

Frisch aus dem Ofen: Grosse Guetsli, knusprig gebacken mit weisser Schokolade.

Chocolate Chip Cookies, grosse Guetsli mit Schokoladenstückchen, sind ein Klassiker aus den Backstuben der USA. Traditionell werden sie mit Milchschokolade zubereitet, wir haben eine Variante mit weisser Schokolade kreiert.

Dazu wird ein Teig mit viel Butter und noch mehr Zucker hergestellt, in den die gehackte Schokolade kommt. Eine Prise Salz und etwas Zitrone verstärken das caramelartige Aroma, das im Ofen entsteht, und sorgen für zusätzliche Geschmacksnoten.

Sehr praktisch: Die Teigkugeln, welche sich beim Backen von alleine zu Cookies formen, kann man ohne Weiteres einfrieren. So hat man immer ofenfrisches Gebäck zur Hand, falls jemand spontan vorbeikommt und Lust auf Süsses hat. Oder auch einfach für sich selbst. Für den gemütlichen Abend vor dem Fernseher.

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Weisser Schokoladenlikör mit Rosmarin

8:00 Uhr, 09. November 2016

Gefährlich gut: Eine selbstgemachte süsse Spirituose mit Suchtpotenzial.

Es ist wie so oft bei den Likören: Sie schmecken dermassen süss, dass der Alkohol übertüncht wird und man sich gerne noch ein weiteres Gläschen einschenkt.

Aber aufgepasst! Da ist immerhin hochprozentiger Rum drin. Zubereitet mit weisser Schokolade und etwas Rosmarin, ergibt das ein gefährlich guter Drink. Ganz einfach on the rocks genossen oder als Ergänzung zu einem Dessert, zu Schoggiglace zum Beispiel. Dunkler Schoggiglace natürlich, denn Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.

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Helle Schokoladencreme mit Macadamia

8:00 Uhr, 08. November 2016

Wir sind diese Woche wieder mal süss unterwegs und liefern euch einen Brotaufstrich, einen Likör und Guetsli – alles Rezepte mit Schokolade, die eigentlich gar keine ist.

Weisse Schokolade ist Milchschokolade ohne Kakao. Nachdem man die Früchte des Kakaobaums fermentiert, getrocknet und geröstet hat, werden die Bohnen gemahlen. So erhält man braune Kakaomasse, die für Bitter- und Milchschokolade verwendet wird. Wird sie wiederum gepresst, entsteht Kakaobutter.

Sie ist neben Zucker und Milchpulver der Hauptbestandteil weisser Schokolade. Dass man bei ihrer Herstellung voll und ganz auf den Kakao verzichtet, erklärt einerseits die blassgelbe Farbe und zum anderen die Tatsache, dass sie radikale Schokolade-Fetischisten gar nicht als solche durchgehen lassen.

Und wer hat sie erfunden? Natürlich die Schweizer! Die Nestlé hat sie ab den 30er-Jahren unter dem Namen «Masse Yvoire» unter die Leute gebracht. Ob sich der Name auf die elfenbeinartige Farbe oder auf den weltweit grössten Kakaobohnen-Produzenten, die Elfenbeinküste, bezieht, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen – ist ja auch schon eine ganze Weile her.

Unser erstes Rezept kann durchaus als Verneigung vor einer weltberühmten Nougat-Creme aus Italien interpretiert werden, dem Ferrari unter den süssen Brotaufstrichen: Nutella! Nur, dass wir die Creme mit weisser Schokolade zubereiten. Und mit Vanille. Mit Macadamia- anstelle von Haselnüssen. Und ohne zusätzlichen Zucker.

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Pinienkern-Frischkäse-Tarte mit Brombeeren

8:00 Uhr, 27. Oktober 2016

Ein Cheesecake mit mediterraner Note.

Für diese Frischkäse-Tarte haben wir einen Boden aus gerösteten Pinienkernen und Schoggiguetsli hergestellt. Darauf kommt eine Masse aus Frischkäse und Quark, veredelt mit Orange, Vanille und Tannenhonig.

Und als wäre das nicht schon genug, bestücken wir den Quarkkuchen noch mit marinierten Brombeeren.

Voll fett – ein Dessert zum Träumen ;-)

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Pinienkern-Guetsli

8:00 Uhr, 25. Oktober 2016

Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis Pinienkerne im Regal stehen. Umso mehr geniessen wir es, mit ihnen zu kochen.

Die Pinie gehört zum Mittelmeer wie das Wasser und die Sonne. Die knorrigen Äste der Pinus Pinea und ihre hellgrünen Nadeln spenden Schatten und verströmen diesen angenehmen Geruch, der an Ferien erinnert. Und die Zapfen der Kiefer enthalten Samen, welche unter dem Namen Pinienkerne Salate, Pestos und Gebäcke bereichern.

Doch bis sie das tun, vergeht eine halbe Ewigkeit. 20 Jahre braucht der Baum, bis er überhaupt Zapfen ausbildet, drei weitere, bis sie reif sind.

Was folgt, ist abenteuerliche Handarbeit. Wenn der Winter anbricht, klettern Pflücker mit Steigeisen und langen Stöcken in die Kronen, um die Zapfen vom Baum zu schlagen. Bei kleineren Pinien geht das auch vom Boden aus.

Dann werden sie getrocknet, bis sie sich öffnen und die Samen freigeben, welche schliesslich noch geschält und gewaschen werden müssen. Erst dann erhält man Pinienkerne so, wie wir sie kennen: elfenbeinfarbig und mit dem unverkennbaren süsslich-nussigen Aroma. Kein Wunder, kosten 100 g davon über sieben Franken.

Der Preis ist es uns aber wert, denn mit Pinienkernen lässt sich so mancher Leckerbissen zubereiten. Wie zum Beispiel diese einfachen Guetsli in Kugelform, mit Mandelteig und Zitrone gebacken. Schmeckt wie Sommerferien und Weihnachten zusammen.

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Traubensaft-Apfel-Schokoladencake

8:00 Uhr, 20. Oktober 2016

Schokoladenkuchen geht immer. Zumal dieser hier mit einer Finesse daherkommt.

Für unser letztes Rezept zum Stoff der Weinlese haben wir etwas Süsses zubereitet – einen Schokoladencake, dessen heimlicher Held Traubensaft ist.

Wir haben den süssen Traubenmost gleich zweimal verwendet. Zuerst als Sud für die Äpfel, welche im Teig versenkt werden. Sie bringen fruchtige Abwechslung in den Kuchen und sorgen dafür, dass das Auge ebenfalls mitisst.

Der Traubensaft-Sud wird dann eingekocht und über den gebackenen Cake geträufelt. Das verschafft ihm nicht nur zusätzliche Feuchtigkeit, die leichte Säure des Sirups harmoniert auch wunderbar mit der dunklen Schokolade.

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Cuchaule (Freiburger Safranbrot)

8:00 Uhr, 11. Oktober 2016

Rezepte gegen den Röstigraben: Wir haben Spezialitäten aus den zweisprachigen Kantonen zubereitet.

Das Verhältnis zwischen Deutschschweizern und Romands ist etwas kompliziert. Zwei verschiedene Kulturen, die sich zwar schätzen und miteinander Scherze treiben, sich in politischen Fragen aber regelmässig in die Haare geraten.

Dass dieser Konflikt ausgerechnet den Namen Röstigraben trägt, finden wir ziemlich daneben. Denn erstens mögen die Welschen Rösti genauso wie wir. Und zweitens geht nichts über ein Papet vaudois mit Weisswein. So.

Als Beweis für unsere Solidarität mit der Romandie füllen wir den Röstigraben diese Woche mit drei Spezialitäten, die aus den zweisprachigen Kantonen der Schweiz stammen: Wallis, Bern und Freiburg.

Wir starten gleich im Brennpunkt der Bredouille, im Freiburgerland. Dort, wo sich die Saane durch sattes Grün schlängelt, ein Fluss, der gerne als Symbol des Röstigrabens herangezogen wird.

Klar ist, dass man in Fribourg das Käsen beherrscht, schliesslich stammen aus dem Kanton Greyerzer und Vacherin fribourgeois, gerne auch zusammen genossen als Fondue moitié-moitié.

Wir haben uns aber etwas anderes ausgesucht: die Cuchaule! Ein Safranbrot aus Hefeteig, das traditionellerweise an der Chilbi (La Bénichon) gegessen wird. Es bildet den Einstieg zu einem mehrgängigen Menü aus regionalen Produkten.

Kombiniert wird die Brioche mit Butter und dem Moutarde de Bénichon, einem süssen Senf mit Weisswein, Sternanis, Zimt und Birnendicksaft (Vin cuit). C’est la fête!

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