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Pochiertes Kräuter-Filet mit Avocadocreme

8:00 Uhr, 21. Dezember 2016

Das Schweinsfilet feiert im Dezember Hochkonjunktur. Es muss aber nicht immer Filet im Teig sein.

Verfechter der Nose to tail-Philosophie mögen damit hadern, aber es schleckt keine Geiss weg: Der Verkauf von Schweinsfilet steigt während der Weihnachtszeit jeweils ins Unermessliche. Aber hey: Schliesslich feiert man nicht alle Tage Weihnachten!

Dass man mit Schweinsfilet noch andere Sachen zubereiten kann als das klassische Filet im Teig, wollen wir euch heute zeigen (auch wenn dagegen natürlich nichts einzuwenden ist). Wir haben damit eine festliche Vorspeise kreiert.

Das Edelstück vom Schwein wird mit Kräuteröl bestrichen, in Klarsichtfolie gepackt und pochiert, wodurch das Fleisch besonders zart wird. Tranchiert, mit Avocadocreme und Brunnenkresse angerichtet, entsteht daraus ein Schweinscarpaccio, das sich perfekt als Einstieg für ein Weihnachtsmenü eignet.

Ganz praktisch daran: Die Creme und das Filet lassen sich vorbereiten, sodass man das Fleisch kurz vor dem Essen nur noch aufschneiden muss.

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Randen-Lamm-Topf mit Honig

8:00 Uhr, 01. Dezember 2016

Süsslich, erdig und tiefrot: Ein Wintereintopf für Randen-Fans.

Wer Randen mag, wird diesen One Pot lieben. Wir haben sie mit Pelati und Honig gegart, hinzu kommt Ingwer, der dem herben Charakter des Eintopfs eine herzhafte Schärfe entgegensetzt. Die gebratenen Streifen vom Lammnierstück sind eine verlockende Zugabe, Vegetarier können sie auch gerne weglassen.

Aber Achtung: Unbedingt mit Baguette servieren, denn die Sauce will man auf gar keinen Fall verschwenden.

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Orientalisches Poulet-Pilaw

8:00 Uhr, 29. November 2016

One Pots: Alles aus einem Topf, schnell und einfach.

Das Prinzip ist nicht neu: Man nehme einen Topf, gebe verschiedene Zutaten hinein und lasse den Rest die Hitze erledigen. Unsere Grossmütter hätten es Eintopf genannt. Dennoch löste die US-amerikanische Fernsehköchin Martha Stewart 2013 mit ihrem Rezept für One Pan Pasta einen regelrechten Hype aus.

Der Unterschied liegt vor allem in der Zubereitungszeit: Während es sich bei herkömmlichen Eintöpfen meist um Schmorgerichte handelt, die lange vor sich hin köcheln müssen, stehen One Pots viel schneller auf dem Tisch.

Da wir leider auch nicht immer über alle Zeit der Welt verfügen, haben wir in der Blogküche nun ebenfalls Rezepte ausgetüftelt, die der One-Pot-Methode folgen.

Heute servieren wir euch ein Pilaw aus dem Ofen. Das orientalische Reisgericht wird mit Datteln zubereitet, was ihm eine leichte Süsse verleiht. Hinzu kommen Kichererbsen, Safran und marinierte Poulet-Minifilets – alles aus einem Topf und in 20 Minuten gar.

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Rosenkohlsalat mit Speck

8:00 Uhr, 23. November 2016

Eine überraschende Thanksgiving-Beilage aus Wintergemüse. Und Speck.

Wer Rosenkohl nicht mag, dem seien zwei Dinge gesagt: Erstens könnt ihr euch bei den Habsburgern beschweren, denn sie fingen im 16. Jahrhundert an, das Wintergemüse auf dem Gebiet des heutigen Belgiens zu züchten (weshalb die Kohlsorte im Englischen «Brussels sprout» heisst).

Und zweitens: Never give up! Rosenkohl schmeckt je nach Zubereitungsart sehr unterschiedlich. Es braucht etwas Arbeit, um ihn zu rüsten, aber er wird zarter im Geschmack und knackiger in der Konsistenz, als wenn er im Ganzen bis zur Unkenntlichkeit weich gekocht wird.

Wie hier in diesem Salat, den wir mit Schalotten und Speck zubereitet haben (everything tastes better with bacon!). Serviert an einem pikanten Dijon-Curry-Dressing, ist das unsere Variante einer Thanksgiving-Beilage, die sich auch gut als Begleiter eines Sonntagsbratens machen würde.

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Thanksgiving-Sandwich mit Trute und Cranberries

8:00 Uhr, 22. November 2016

Eine Danksagung an die Natur: Wir feiern das Erntedankfest Thanksgiving.

In den USA steht diese Woche ein grosses Fest an. Am vierten Donnerstag im November feiern die Amerikaner mit Familie und Freunden das Erntedankfest Thanksgiving, in dessen Mittelpunkt ein üppiges Abendessen steht.

Unangefochtener Star des Dinners ist ein gefüllter Truthahn, begleitet von einer reichen Auswahl an Beilagen, welche die Natur im Spätherbst hergibt. Natürlich darf auch ein Dessert nicht fehlen.

Wir haben den Blick über den Atlantik gerichtet und uns von diesen Köstlichkeiten inspirieren lassen, um unser eigenes Festessen zusammenzustellen. Dabei herausgekommen sind nicht immer Gerichte, die der Tradition folgen – die aber ganz bestimmt eine grosse Portion Thanksgiving besitzen.

Für unser erstes Rezept haben wir den Turkey in handliche Form gebracht. Nicht das Geflügel wird gefüllt, sondern das Fleisch dient als Füllung für ein saftiges Sandwich mit gebackenem Kürbis und süsslicher Cranberry-Mayonnaise.

Der Hefeteig wurde zweimal gehen gelassen, was das selbstgebackene Brot ausgesprochen luftig und knusprig macht. Und wir haben dem Teig eine klassische Thanksgiving-Zutat beigemengt: Süsskartoffeln.

Jetzt noch die passende Musik streamen, dann reinbeissen und geniessen :-)

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Entenbrust mit Gewürz-Quitten

8:00 Uhr, 16. November 2016

Ein perfektes Paar: Rosa gebratenes Fleisch und goldbraun gebackene Früchte.

Geflügel und Früchte mögen sich gerne, und wenn es sich dabei um Ente und Quitten handelt, passt das ohnehin wie Topf und Deckel. Zumal hier zweierlei Röstaromen kombiniert werden. Zum einen backen wir die Quittenschnitze im Ofen goldbraun. Zum anderen werden die Entenbrüste in der Pfanne rosa gebraten.

Die Sauce kreieren wir aus den Früchten, indem wir Rotwein, Honig, Bratensauce und verschiedene Gewürze beigeben. Der süssliche Wein-Gewürz-Sud harmoniert hervorragend mit dem kräftigen Aroma des Fleischs. Und die noch immer bissfesten Quitten sowieso.

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Pappardelle mit Reh, Pilzen und Pinienkernen

8:00 Uhr, 26. Oktober 2016

Dicke Nudeln mit jeder Menge Wald drin.

Wir servieren heute Pasta mit kurzgebratenen Rehschnitzeln, fügen Pilzsauce mit Wildfond bei und bestreuen die Teigwaren mit gerösteten Pinienkernen und Salbei. Jetzt noch einen Klecks Preiselbeergelee dazu und man erhält die volle Ladung Wald auf den Teller.

So muss der Herbst am Mittelmeer schmecken.

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Uhudler Rostbraten an pikanter Polenta-Schnitte

8:00 Uhr, 21. Oktober 2016

Der Gastbeitrag zur Traubenlese von lovely.li-Bloggerin Sophie Frick: Ein weinseliges Fleischrezept aus Österreich.

Uhudler Rostbraten an pikanter Polenta-Schnitte

In unser Wochenthema Traubenlese haben wir bereits Grappa, Trauben, Rosinen und Traubensaft gepackt. Fehlt noch das edelste Produkt: der Wein. Ein Ausflug nach Österreich macht hier durchaus Sinn, und deshalb sind wir froh, dass Sophie von lovely.li heute ein Rezept mit einem besonderen Wein vorstellt.

Die Niederösterreicherin arbeitete lange bei der Feuerwehr, lebt mittlerweile der Liebe wegen mit Hund Chili und Katze Pepper in Liechtenstein und liebt das Motorradfahren. Das Wort überlassen wir nun ihr:

«Österreichischer Wein und dann auch noch aus dem Burgenland, es kann sich nur um Uhudler handeln. Ein interessanter Name, der auch bereits grosse Schlagzeilen geschrieben hat.

Um 1938 wurde der Uhudler in Österreich verboten und schlichtweg nur noch für den Eigenbedarf erlaubt. Allerdings wurde 1980 der sogenannte Haustrunk ebenfalls verboten und der beerige Liebling der Burgenländer verschwand für ca. ein Jahrzehnt von der Bildfläche. Erst 1990 schaffte es ein „Rübezahl“ (Johann Trinkl), dass der Wein in wenigen Gemeinden wieder angebaut werden darf.

Uhudler kommt laut einer überlieferten Geschichte von der Tatsache, dass man nach grösserem Genuss dunkle Augenringe bekommt. Die bösen Zungen meinten, man sähe aus wie ein Uhu…

Doch heute werden wir den Uhudler nicht trinken, sondern verkochen.»

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Trauben-Bramata-Fladen

8:00 Uhr, 19. Oktober 2016

Pizza Polenta: Ein goldgelber Fladen, bunt bestückt.

Nachdem wir gestern von den Vorzügen der zahlreichen Rebenerzeugnisse geschwärmt haben, bleiben wir heute ganz puristisch. Nun, zumindest in Bezug auf die Traube. Denn die reinen Früchte sind ja auch für sich alleine eine Freude. Gerne auch zum Apéro, beispielsweise kombiniert mit Charcuterie und Käse.

Dieses Trio vereinen wir auf einem knusprig gebackenen Fladen aus grobkörniger Polenta. In unserem Fall sind es rote Trauben, Rohschinken und St. Augur. Hinzu kommt etwas Blattspinat und fertig ist die bunte Mahlzeit. Eine fruchtige Pizza Polenta, sozusagen.

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Emmentaler Lammvoressen

8:00 Uhr, 12. Oktober 2016

Mit Safran veredeltes Lammragout aus einem paradiesischen Flecken in Bern.

Emmentaler-Lammvoressen-01

Auf unserer Mission, den Röstigraben zu überbrücken, machen wir heute Halt im Kanton Bern. Dort zieht es uns aufs Land, in ein verwunschenes Gebiet, über das der Heimatdichter Jeremias Gotthelf schrieb:

Eng begrenzt ist sein Horizont von waldigen Hügeln, an deren Fuss sich unzählige Täler ziehen, von rauschenden Bächen bewässert, die in stillem Murmeln ihre Geschiebe wälzen, bis sie den Schoss der Emme finden.

Ja, das Emmental. Ein saftiges Weide-Paradies für Kühe, Ziegen, Pferde und Schafe. Letztere inspirierten die Bauern zu einem Gericht, das heute als Berner Spezialität gilt: dem Emmentaler Lammvoressen.

Lammfleisch war früher ein rares Gut, das sich nur reiche Städter leisten konnten. Die Leute vom Land griffen auf Schaf zurück. Voressen heisst es deshalb, weil die Schmorstücke von Brust und Schulter an Festtagen zwischen Suppe und Braten gegessen wurden.

Das Lammragout wird mit Wurzelgemüse in einem Sud aus Weisswein, Bouillon und Gewürzen wie Nelke, Safran und Lorbeer zartgeschmort. Natürlich haben wir dazu einen klassischen Kartoffelstock gegessen. Das reichte dann aber auch. Wir sind ja keine hart arbeitenden Bauern. Aber wir sind sicher, auch Gotthelf hätte seine helle Freude an unserem Voressen gehabt.

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Flanksteak mit Kräutersauce

8:00 Uhr, 21. September 2016

Feine Flanke: Ein seltenes Stück vom Rind für Grillmeister, Fleischliebhaber und Puristen.

Flanksteak mit Kräutersauce

Manchmal ist es ein Rätsel. Dieses Stück Fleisch, das Flanksteak vom Bauchlappen des Rindes, gilt in den USA als BBQ-Delikatesse und wird in Argentinien als Matambre (Hungertöter) hochgeschätzt.

Und in der Schweiz? Wird es verwurstet, zu Bouillon ausgekocht oder gar als Tierfutter verwendet. Daher ist es auch gar nicht so einfach, hierzulande ein Flanksteak zu finden. Aber einige Metzger bieten es zum Glück dennoch an, meist nur auf Bestellung. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall, das gute Stück ist eine aromatische Offenbarung.

Da wir diese Woche dem Schweizer Nutztier schlechthin die Ehre erweisen wollen, jetzt, da es von der Alp zurückkehrt, haben wir nach dem Nose-to-Tail-Prinzip gehandelt. Aus Respekt vor dem Tier.

Das Steak wird bei hoher Hitze kurz angebraten und danach ruhen gelassen, damit es innen noch rosa ist. Wir haben dazu eine Sauce aus Knoblauch, Kräutern, Zitrone und Rapsöl serviert, Puristen geniessen es auch einfach so. En Guete!

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Lammracks mit Polenta-Kruste und gebratenem Mais

8:00 Uhr, 01. September 2016

Fleisch am Knochen mit zweierlei Mais.

Die Polenta ist hierzulande eine äusserst beliebte Form von Mais, gerade im Tessin. Das Getreide wird zu Griess gemahlen und traditionell im Kupferkessel über Feuer zu einem dicken Brei gekocht.

Wir haben grobkörnige Bramata-Polenta nicht gekocht, sondern damit Lammracks überbacken. Das Fleisch erhält so eine knusprige Kruste.

Angerichtet auf gebratenen Maiskörnern, Peperoni und Frühlingszwiebeln, ergibt das eine farbenfrohe Hauptspeise.

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