Edamame-Ravioli mit Eigelb

8:00 Uhr, 29. September 2016

Ein italo-japanisches Zusammenspiel mit buttrigem Kern.

Für diese Riesen-Ravioli haben wir uns eine besondere Füllung einfallen lassen: Mit Frischkäse pürierte Edamame. Das schmeckt so gut, dass wir in der Blogküche aufpassen mussten, zum Schluss noch genug von diesem buttrigen Mousse übrig zu haben, um den Pastateig zu füllen ;-)

Indem zusätzlich ein Eigelb hineingepackt wird, werden die Teigtaschen noch cremiger. Serviert mit einem knackigen Salat, entsteht damit eine vegetarische Mahlzeit, die wortwörtlich auf der Zunge zergeht.

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Edamame mit Ponzu-Sesam-Dressing

8:00 Uhr, 28. September 2016

Knackiger Snack: Edamame sind die japanische Antwort auf Chips und Erdnüsse.

Geht der Japaner in eine Kneipe (Izakaya) und trinkt sein Bier, tut er das selten, ohne eine Kleinigkeit zu essen. Sehr beliebt in diesem Zusammenhang sind Edamame, gekocht in der Schote serviert und mit dem Mund aus der Hülse gesogen.

Für unsere Variante werden die Bohnen im Ofen geröstet. Und wir servieren einen Dip dazu: Ponzu, eine säuerlich-salzige Sauce auf Basis von Zitrusfrucht und Sojasauce, die wir mit Sesam ergänzt haben.

So erhält man eine gelungene Abwechslung zu Chips und Erdnüssen, die erst noch gesund ist. Apéro auf Japanisch, sozusagen. Dafür kann man sich dann auch bedenkenlos ein weiteres Bier genehmigen ;-)

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Edamame-Randen-Sandwich

8:00 Uhr, 27. September 2016

Soja in Grün: Unreife Sojabohnen namens Edamame sind eine japanische Spezialität, von der man nicht genug kriegen kann. Und das auch darf.

Die Sojabohne wird zum grössten Teil zu Tierfutter verarbeitet oder zu Öl gepresst. Ebenso wird sie für Milch, Joghurt und Tofu verwendet. In fermentierter Form sind Sojabohnen ein wichtiger Grundstoff für Sojasauce und japanische Misopaste. Aber man kann sie auch frisch essen, im unreifen Zustand, wenn ihre Farbe noch grün ist.

Unreife Bohnen? Klingt erst einmal ungesund. Doch das Gegenteil ist der Fall. Edamame enthalten eine Menge an Eiweiss, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen. Und Kalorien haben sie auch fast keine. So lassen sich ihr nussiger Geschmack und ihre knackige Konsistenz unbeschwert geniessen.

Zum Beispiel als Füllung für ein farbenfrohes Vegi-Sandwich. Die Edamame werden mit Linsen, Frühlingszwiebeln, Minze und Emmentaler zu Tätschli gebraten. Mit marinierten Randenscheiben und Kresse serviert, ergibt das einen raffinierten Gemüse-Burger. Ganz ohne Brot.

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Nidelkuchen

8:00 Uhr, 22. September 2016

Butter, Milch und Doppelrahm: In diesem süssen Schweizer Klassiker steckt ganz viel Gutes von der Kuh.

Der Gâteau à la crème ist eine Spezialität aus dem malerischen Freiburger Städtchen Murten. Das Backwerk wurde 1931 von Ernst Aebersold in der gleichnamigen Bäckerei erfunden, die noch heute existiert. Sie gilt als Pilgerstätte für Schleckmäuler, welche aus der ganzen Schweiz anreisen.

Dem Nidelkuchen dient ein Hefeteig als Basis, sein Geheimnis ist der Belag aus Doppelrahm und Zucker. Eine Schweizer Spezialität, in der wertvolle Erzeugnisse der Kuh verarbeitet werden.

Das goldgelbe Gebäck kann als Dessert serviert werden, gerne isst man es auch zum Apéro mit einem Glas Weisswein aus der Region. Am besten mit Blick auf den Murtensee :-)

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Flanksteak mit Kräutersauce

8:00 Uhr, 21. September 2016

Feine Flanke: Ein seltenes Stück vom Rind für Grillmeister, Fleischliebhaber und Puristen.

Flanksteak mit Kräutersauce

Manchmal ist es ein Rätsel. Dieses Stück Fleisch, das Flanksteak vom Bauchlappen des Rindes, gilt in den USA als BBQ-Delikatesse und wird in Argentinien als Matambre (Hungertöter) hochgeschätzt.

Und in der Schweiz? Wird es verwurstet, zu Bouillon ausgekocht oder gar als Tierfutter verwendet. Daher ist es auch gar nicht so einfach, hierzulande ein Flanksteak zu finden. Aber einige Metzger bieten es zum Glück dennoch an, meist nur auf Bestellung. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall, das gute Stück ist eine aromatische Offenbarung.

Da wir diese Woche dem Schweizer Nutztier schlechthin die Ehre erweisen wollen, jetzt, da es von der Alp zurückkehrt, haben wir nach dem Nose-to-Tail-Prinzip gehandelt. Aus Respekt vor dem Tier.

Das Steak wird bei hoher Hitze kurz angebraten und danach ruhen gelassen, damit es innen noch rosa ist. Wir haben dazu eine Sauce aus Knoblauch, Kräutern, Zitrone und Rapsöl serviert, Puristen geniessen es auch einfach so. En Guete!

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Kartoffel-Tätschli mit Bergfichte

8:00 Uhr, 20. September 2016

Berge und Kühe: Wir bedienen diese Woche das Schweizer Klischee und verbreiten kulinarische Heimatgefühle.

Der September ist die Zeit der Alpabzüge. Nach rund vier Sommermonaten in den Bergen kehren die Rinderherden ins Unterland zurück, was jeweils mit einem grossen Fest begangen wird. Die Bauern werfen sich in Tracht und die Kühe tragen Schmuck aus Blumen.

Wir feiern mit. Indem wir euch diese Woche drei Rezepte vorstellen, bei denen Fleisch und Milch eine tragende Rolle spielen.

Den Anfang macht ein Käse. Nicht irgendein Käse, sondern ein Vollmilchkäse namens Bergfichte aus dem Toggenburg. Das Besondere daran ist, dass den Laib Bergfichtenrinde umrandet, was dem Käse seinen herben Geschmack gibt.

Wir haben ihn in Kartoffel-Tätschli gefüllt und diese goldbraun gebraten. So werden sie aussen knusprig und erhalten einen Kern aus geschmolzenem Käse. Serviert mit gebratenen Pilzen, Schnittlauch und einem knackigen Salat, ist das ein vegetarisches Festessen mit ganz viel Schweiz drin.

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Grapefruit-Gin-Fizz

8:00 Uhr, 15. September 2016

Ein spätsommerlicher Cocktail mit Trendpotenzial.

Der Fizz ist ein Klassiker unter den Drinks, ein geschüttelter Sour, und der Gin Fizz thront über allen. Seine Grundzutaten sind Gin, Zitronensaft, Zuckersirup und Mineralwasser.

Für unsere Variante haben wir Grapefruitsaft und Hibiskus-Sirup verwendet, was ihm eine schöne rote Farbe verleiht. Ein paar Feigenschnitze und ein Zweig Thymian vollenden den Cocktail. Sieht umwerfend aus und schmeckt nach Spätsommer – let the sunshine gin.

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Conchiglioni mit Gin-Tomaten

8:00 Uhr, 14. September 2016

Überbackene Muschelteigwaren mit Gin-Sugo: Ein hochprozentiger Pasta-Gratin.

Conchiglioni sind grosse, muschelförmige Teigwaren, die wie geschaffen dafür sind, Sauce aufzunehmen. Das ist bei diesem Rezept auch zwingend notwendig, denn der Tomatensugo schmeckt göttlich.

Eigentlich ist es eine klassische Sauce mit frischen Tomaten, Zwiebeln, Kräutern und Knoblauch. Doch die Zugabe von Gin verleiht ihr eine leichte Würze und angenehme Süsse.

Die vorgekochten Conchiglioni werden zusammen mit der Sauce, Büffelmozzarella und Cherrytomaten im Ofen gebacken und mit Rucola serviert. Grande!

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Grüne Gin-Kaltschale

8:00 Uhr, 13. September 2016

Gin Gin! Essen und trinken mit dem Wacholderschnaps.

Der Gin erlebt seit einiger Zeit ein grosses Revival. Keine Szene-Bar, die nicht mindestens fünf Sorten davon ausschenkt. Wenn man bedenkt, dass erste Quellen in Holland bereits im 17. Jahrhundert vom Vorläufer Genever berichten, ist das eine erstaunliche Entwicklung. Und erfreulich. Denn die Spirituose mit über hundert Zutaten besitzt eine Aromenvielfalt, die ihresgleichen sucht.

Neben Wacholder werden für den Gin Gewürze wie Koriander, Ingwer, Muskat, Anis, Kümmel und Orangenschale verwendet, die während der Destillation ihren Geschmack abgeben.

Als ein niederländischer König 1689 den englischen Thron bestieg, nahm er den Wacholderschnaps aus seiner Heimat mit und bald war es um die Briten geschehen. Der Pro-Kopf-Konsum stieg um das Zehnfache und die Regierung sah sich gezwungen, den Preis künstlich zu erhöhen.

Diese Episode ging als Gin-Krise in die Geschichte ein, gegenwärtig erleben wir nun also einen regelrechten Gin-Boom. Eine gute Gelegenheit, dem Destillat drei Rezepte zu widmen.

Zunächst haben wir eine kalte Suppe mit Grünzeug kreiert: Frühlingszwiebel, Spinat, Minze, Apfel, Limette und Gurke. Dazu kommt ein Stück Toast, etwas Bouillon und ein grosszügiger Schuss Gin. Alles fein püriert, erhält man einen erfrischenden Apéro von bestechender Farbe. Alles im grünen Bereich, sozusagen.

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Johannisbeer-Clafoutis

8:00 Uhr, 08. September 2016

Doppelte Freude: Auflauf und Kuchen in einer fruchtigen Süssspeise vereint.

Johannisbeer-Clafoutis

Der Clafoutis stammt aus Frankreichs Backstuben und wird traditionell mit Kirschen zubereitet. Dabei handelt es sich um einen Kuchen aus Crêpe-Teig, der zu einer Art Auflauf wird.

Für unsere Beeren-Variante haben wir Johannisbeeren verwendet und den Teig mit Crème fraîche und Vanillepaste ergänzt. Bevor der Clafoutis in den Ofen wandert, wird er noch mit Mandelblättchen bestreut.

Dazu eine Kugel Vanilleglace, und fertig ist der goldbraune Gaumenschmaus.

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Himbeer-Balsamico-Gelee

8:00 Uhr, 07. September 2016

Süss-sauer und selbstgemacht: Eine Beerenkonfi zum Verlieben.

Ein Tag kann kaum besser beginnen als mit einem guten Stück Brot, einer dicken Schicht Butter und selbstgemachter Konfitüre.

Sommerfrüchte und Beeren lassen sich in einer Konfitüre wunderbar in den Winter hinein retten. Wir haben frische Himbeeren zu einem Gelee verarbeitet und diesen mit dunklem Aceto balsamico verfeinert. Der Gelee erhält so eine tiefrote Farbe und gewinnt an Geschmack.

Der süsse Brotaufstrich dient ebenso gut als Begleiter von rezentem Käse. Und als Mitbringsel zu einer Brunch-Party punktet er sowieso.

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Heidelbeer-Schoggi-Glace mit Kokos

8:00 Uhr, 06. September 2016

Wir hatten einen Beerenhunger und Lust auf Süsses. Daraus sind drei Rezepte entstanden, die wir euch diese Woche vorstellen möchten.

Mit den Beeren ist es so eine Sache. Der Begriff ist etwas matschig. Botanisch gesehen bedeuten sie etwas anderes als in der Umgangssprache. So gelten zum Beispiel Kartoffeln, Bananen und Gurken in der Pflanzenkunde als Beeren, während Erdbeeren (Sammelnussfrucht!), Holunderbeeren (Steinfrucht!) und Wachholderbeeren (Zapfen!) keine sind. Da soll noch einer drauskommen.

Wir beschäftigen uns demnach diese Woche mit den sogenannten Beerenfrüchten. Deren Gemeinsamkeiten beziehen sich allein auf die Fruchteigenschaften: weich, klein und rundlich. So.

Als Erstes ist die Heidelbeere dran. Wir haben mit ihr eine Rahmglace am Stängel zubereitet, diese in weisse Schokolade getaucht und mit gerösteten Kokosraspeln vollendet.

Das Eis am Stiel hat eine cremige Konsistenz, schmeckt süss und sauer und sieht unwiderstehlich aus. Zugreifen!

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